Frühere Veranstaltungen:
Hier erhalten Sie Informationen zu einzelnen Veranstaltungen des Zentrums für Antisemitismusforschung, sowie deren Programmhefte oder Pressemitteilungen im pdf-Format.Sommeruniversität gegen Antisemitismus
Sommeruniversität gegen AntisemitismusVom religiösen Vorurteil zum säkularen Ressentiment
9.-11. September 2010
Das Zentrum für Antisemitismusforschung veranstaltet 2010 zum fünften Mal eine Sommeruniversität. Die Sommeruniversität vermittelt kognitives Wissen über das Problem der Judenfeindschaft: durch Analyse von Vorurteilen und tradierten stereotypen Vorstellungen und durch die Betrachtung der historischen Entwicklung und aktueller Erscheinungsformen.
Die Sommeruniversität soll Multiplikatoren der politischen Bildung die notwendige Kompetenz zur argumentativen Behandlung des Gegenstandes vermitteln. Die Veranstaltung wendet sich an Lehrer und Journalisten, an Mandats- und Funktionsträger von Parteien und Gewerkschaften, an Ausbilder in großen Firmen. Auch Kommunalpolitiker, Lokalredakteure und Vereinsvorstände sind wichtige Adressaten. Ziel ist es, Argumentationsmuster zur alltäglichen, schulischen und öffentlichen Auseinandersetzung mit Antisemitismus anzubieten, die an Schüler, Auszubildende; Kontaktpersonen aller Alters- und Bildungsschichten weiter vermittelt werden können.
- Das
Programm und weitere Informationen finden Sie
hier.
Die Sommeruniversität findet dieses Jahr erstmalig in den Räumlichkeiten der Topographie des Terrors statt.
Extremismus oder gesellschaftliche Mitte?
Dimensionen und Erscheinungsformen des aktuellen Antisemitismus
7.—9. September 2009
Das Zentrum für Antisemitismusforschung veranstaltete 2009 zum vierten Mal eine Sommeruniversität. Die Sommeruniversität vermittelte kognitives Wissen über das Problem der Judenfeindschaft: durch Analyse von Vorurteilen und tradierten stereotypen Vorstellungen und durch die Betrachtung der historischen Entwicklung und aktueller Erscheinungsformen.
Die Sommeruniversität sollte Multiplikatoren der politischen Bildung die notwendige Kompetenz zur argumentativen Behandlung des Gegenstandes vermitteln. Die Veranstaltung wandte sich an Lehrer und Journalisten, an Mandats- und Funktionsträger von Parteien und Gewerkschaften, an Ausbilder in großen Firmen. Auch Kommunalpolitiker, Lokalredakteure und Vereinsvorstände sind wichtige Adressaten. Ziel war es, Argumentationsmuster zur alltäglichen, schulischen und öffentlichen Auseinandersetzung mit Antisemitismus anzubieten, die an Schüler, Auszubildende; Kontaktpersonen aller Alters- und Bildungsschichten weiter vermittelt werden können.
- Weitere Informationen und das Programm finden sie hier
Vorurteile gegenüber Minderheiten im Alltag
8. - 10. September 2008
Die dritte Sommeruniversität gegen Antisemitismus richtete sich an Multiplikatoren aus Medien, Schule, Erwachsenen- und Berufsschulbildung sowie aus Politik und Gewerkschaften, denen die notwendige Kompetenz zur argumentativen Behandlung des Themas vermittelt werden soll.
- Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier...
Antizionismus, Israelfeindschaft, islamistischer Judenhass
10. bis 12. September 2007
mit freundlicher Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung
Die zweite Sommeruniversität gegen Antisemitismus richtete sich an Multiplikatoren aus Medien, Schule, Erwachsenen- und Berufsschulbildung sowie aus Politik und Gewerkschaften, denen die notwendige Kompetenz zur argumentativen Behandlung des Themas vermittelt werden soll. Schwerpunkte werden in diesem Jahr die Problemfelder Antizionismus und Israelfeindschaft im radikalen Islamismus sein. Die Geschichte und Gegenwart der Judenfeindschaft in der islamischen Welt, sowie die historischen und aktuellen Wechselwirkungen und Parallelen zwischen christlicher und islamischer Judenfeindschaft werden ebenso Thema sein wie Fragen der Annäherung und Vernetzung von radikalen Islamisten und Rechtsextremen, insbesondere mit Blick auf das World Wide Web, sowie Antizionismus in der Linken. Im Anschluss an die Sommeruniversität bestand die Möglichkeit, an einer eintägigen Exkursion (am 13. 9. 2007, beschränkte Teilnehmerzahl) zur Gedenkstätte Theresienstadt teilzunehmen.
- Das Programm und nähere Informationen zur Exkursion finden Sie hier oder auf unserer Exkursionsseite
Erste Sommeruniversität gegen Antisemitismus
04.-06. September 2006
Informationen und Programm
Ausstellungen
"Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?"2. bis 19. August 2007
22. August bis 7. September 2007
In Kooperation mit der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, Jerusalem Anhand aktueller Formen des Antisemitismus in Deutschland und Europa will die Ausstellung zeigen, wie sich judenfeindliche Stereotype in allen gesellschaftlichen Gruppen bis heute gehalten haben und wie sie immer wieder virulent werden. Juden werden heute - ausgenommen im rechtsextremen politischen Spektrum - nicht mehr als "Rasse" oder wegen ihrer Religion diskriminiert, sondern weil sie, antisemitischen Weltverschwörungstheorien gemäß, als Bedrohung per se, als Ausgeburt des Satans, der die Welt beherrscht, wahrgenommen werden. Das dominierende Motiv des heutigen Antisemitismus ist demnach das der jüdischen Weltverschwörung, das heißt die Annahme, Juden kontrollierten - sei es mittels Finanz- oder Medienmacht, sei es über verdeckten politischen Einfluss vor allem auf die USA, aber auch auf europäische Länder - das Weltgeschehen. Themen antisemitischer Verschwörungstheorien der letzten Jahre waren die Monika-Lewinsky-Affäre, die Anschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001 und zuletzt die Flutwelle in Asien (Tsunami). Als Gerüchte und Legenden werden diese Verschwörungstheorien vor allem mit Hilfe des Internets weltweit verbreitet und erreichen damit alle gesellschaftlichen Gruppen. Via Satellitenfernsehen aus dem arabischen Raum beeinflussen solche Legenden auch Menschen mit muslimischem Hintergrund in Europa.
Lange Nacht der Wissenschaften
Lange Nacht der Wissenschaften 2011Dem Vorurteil auf der Spur
28. Mai 2011, 17:30-0:00 Uhr
Ort:
Universitätsbibliothek der TU Berlin
Fasanenstr. 88, 10623 Berlin
Raum: BIB 014 und BIB 018
Programm:
17.30-18.00 Uhr:
- "Gegen Antisemitismus" - eine Software für den Unterricht (BIB 018)
- "Klatt" - ein Jude als wichtigster Informant der deutschen Wehrmacht während des deutsch-sowjetischen Krieges? (BIB 014) Referent: Dr. Winfried Meyer
- Hitlers öffentliche Vernichtungsdrohungen gegen die europäischen Juden (BIB 014) Referent: PD Dr.Bernward Dörner
- "Schönes Deutschland" - Werbung für "Ostarbeiter" in der NS- Propaganda (BIB 014) Referentin: Svetlana Burmistr
- Antisemitismus im Kleinformat. Judenfeindliche Vignetten und Alltagspropaganda von circa 1880 bis 1945 (BIB 014) Referentin: Dr. Isabel Enzenbach
- Israel in den Medien - Stereotypisierungen und Klischees? (BIB 014) Referentin: Dr. Juliane Wetzel
- Antisemitische Akteure - Präsentation des Forschungskolloquiums "Antisemitismus in Europa 1879-1914" (BIB 014) Referenten: Marija Vulesica, Klaus Richter
- "Gegen Antisemitismus" - eine Software für den Unterricht (BIB 018)
2009 Was heißt Vorurteilsforschung?
Die Analyse von Feindbildern, Ausgrenzung und Gewalt
13. Juni 2009
18.00 – 23.00 Uhr
Veranstaltungsort:Hauptgebäuder der TU-Berlin, Raum H 1036
Dauer der Vorträge:ca. 30 Min
18:00
- Enrique Luz: Antibolschewistische Propaganda in nationalsozialistischen Plakaten
- Miriam Bistrovic: Holocaust im Manga. Die Anne-Frank-Rezeption in Japan
- Forschungskolleg "Antisemitismus in Europa": Was Karikaturen über die Entstehung des modernen Antisemitismus sagen
- Mario Wenzel: Zwangsarbeitslager für Juden - ein unbekannter Lagertyp
- Michael Kohlstruck: Politik mit Symbolen. Der Streit um das Keltenkreuz
- Forschungskolleg "Antisemitismus in Europa": Was Karikaturen über die Entstehung des modernen Antisemitismus sagen
- Peter Widmann: Forschung und Völkermord. Warum Wissenschaftler die Verfolgung von Sinti und Roma vorbereiteten
- Wolfgang Benz: Ist Israelkritik erlaubt?
2008 Dem Vorurteil auf der Spur
14. Juni 2008
18.00 – 23.00 Uhr
Veranstaltungsort:Hauptgebäuder der TU-Berlin, Raum H 1036
Dauer der Vorträge:ca. 30 Min
Am Zentrum für Antisemitismusforschung werden Voraussetzungen, Ursachen und Folgen von Vorurteilen und Ideologien der Feindschaft analysiert. In Schlaglichtern präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Befunde.
- Download des Programms im pdf-Format.
2007 Feindbild - Verfolgung - Völkermord
9. Juni 2007
Am Zentrum für Antisemitismusforschung - in Ausrichtung und Größe in Europa einzigartig - gehen Forscherinnen und Forscher unterschiedlicher Disziplinen den Wurzeln und Folgen von Judenfeindschaft, Xenophobie und Rechtsextremismus nach. In Kurzvorträgen präsentieren sie Ergebnisse ihrer Arbeit.
18:00 Uhr
- Bernward Dörner:
Die Deutschen und der Holocaust: Stellungnahmen nach 1945 - Ute Benz/Peter Widmann:
"Fremde", "Unterschicht", "Terror" - Bedrohungsszenarien in Film und Fernsehen
- Wolfgang Benz:
Die Aktualität der Protokolle der Weisen von Zion - Petra Rentrop:
Das Vernichtungslager Maly Trostinez bei Minsk in Weißrussland
- Angelika Königseder:
KZ-Außenlager in Berlin - Peter Widmann:
Der Fremde als Verbrecher. Xenophobie und Kriminalitätsfurcht
- Michael Kohlstruck:
Was leisten Berliner Projekte gegen Rechtsextremismus? - Ulrich Wyrwa:
Antisemitismus in Europa vor dem Ersten Weltkrieg im Vergleich
Tagungen
Zeitgeschichtliches Lernen in der Grundschule und in Klasse 5/6Jüdische Geschichte und Gegenwart, Nationalsozialismus und Antisemitismus
08.-09. April 2011
In den vergangenen 15 Jahren wurde diskutiert, ob und wie mit Kindern in der Grundschule und den Klassen 5/6 Nationalsozialismus und die nationalsozialistische Judenverfolgung thematisiert werden können. Die fundamentale Diskussion nach dem "Ja oder Nein" kann inzwischen als abgeschlossen angesehen werden.
Die Tagung Zeitgeschichtliches Lernen in der Grundschule und in Klasse 5/6 - Jüdische Geschichte und Gegenwart, Nationalsozialismus und Antisemitismus richtet daher den Fokus auf schulische und außerschulische pädagogische Konkretionen und die in aktuellen empirischen Forschungsarbeiten beschriebenen Befunde.
Ziel der Tagung ist es, die Kluft zwischen pädagogischer Praxis und fachlichen sowie fachdidaktischen Reflektionen zu verkleinern. Es geht darum, Konzepte und Erfahrungen der pädagogischen Arbeit zu diskutieren und einer kritischen Analyse zu unterziehen. Die bislang fehlende fachliche Begründung, welche Opfergruppen und Aspekte der Verfolgung, Vernichtung oder des Herrschaftssystems thematisiert werden, soll entwickelt werden.
Grundlage sind die Anforderungen der Migrationsgesellschaft. Zeitgeschichtliches Lernen darf sich auch in dieser Altersgruppe nicht auf ein nationalgeschichtliches Narrativ beschränken, sondern muss den Fragen, Erfahrungen und Familienerzählungen aller Schülerinnen und Schüler Raum geben.
Kontakt:
Prof. Dr. Detlef Pech
Institut für Erziehungswissenschaften
Abteilung Grundschulpädagogik/Lernbereich Sachunterricht
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6, 10099 Berlin
Mail: detlef.pech[at]hu-berlin.de
Telefon: (030) 2093-4185
Fax: (030) 2093-4197
Dr. Isabel Enzenbach
Zentrum für Antisemitismusforschung
Technische Universität Berlin
Ernst-Reuter-Platz 7, 10587 Berlin
Mail: enz[at]zfa.kgw.tu-berlin.de
Telefon: (030) 314-79872
Weitere Informationen und Programm:
- Ausführliche Informationen sowie das Programm finden Sie hier.
‚Antiziganismus': Vorurteil und Diskriminierung.
Darstellung und Wahrnehmung rumänischer Roma
9. bis 10. Juli 2010
Veranstaltungsort: Technische Universität Berlin
H 1035
Straße des 17. Juni 135
10578 Berlin
Kontakt und Information:
Dr. Brigitte Mihok
Markus End
Joachim Krauß
- Das Programm im pdf-Format
16. und 17. April 2010
Ort: Hauptgebäude der TU Berlin
Raum H 3005 (3. OG)
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
(U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz)
Der Arbeitskreis "Politik und Geschichte" in der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) führte in Kooperation mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin am 16. und 17. April 2010 seine diesjährige Frühjahrstagung durch.
Die Tagung begann am 16.4., 14:00, und endete am Samstag, 17.4., gegen 13:30.
Die Teilnahme war kostenfrei.
- Das Programm findet sich unter:
http://www.uni-stuttgart.de/soz/avps/pug/content/tagungen/Programm_Berlin10.pdf
Eine Tagung im Literaturhaus Berlin
11./12. Dezember 2009
Vorurteile werden früh erlernt und eingeübt. Familie, Milieu, Lektüre prägen die Wahrnehmung von Gruppen und Minderheiten durch Kinder und Jugendliche. Früh erworbene Ressentiments bleiben besonders wirksam und bestimmen das Weltbild vieler Erwachsener. Die Folgen – Ausgrenzung, Diskriminierung, Gewalt – bestimmen das Klima der Mehrheitsgesellschaft und die Lebensqualität von ethnischen, kulturellen, sozialen oder sexuellen Minderheiten.
Historische und aktuelle Aspekte von Rassismus und Antisemitismus, von Ressentiments gegen Muslime, gegen Sinti und Roma, Homosexuelle oder andere Minderheiten sind Gegenstand der interdisziplinären Tagung. Wie werden, gezielt oder aus Versehen, manchmal in guter Absicht, aber mit entgegengesetzter Wirkung, Lektüren propagiert, die Vorurteile transportieren oder Ressentiments festigen, lautet die zentrale Frage. Ein Beispiel wäre „Jenö war mein Freund“, die Erzählung von Wolfdietrich Schnurre, die Verständnis für Sinti und Roma wecken will, aber in den Klischees gegen „Zigeuner“ verharrt. „Damals war es Friedrich“ mussten Generationen von Schülern lesen, ehe sich die Einsicht verbreitete, dass das Buch nicht der Aufklärung dient. Rassistische Stereotype waren in der Kinderliteratur seit dem 19. Jahrhundert üblich. Vorurteile gegen Minderheiten oder „Fremde“ werden, oft nicht auf den ersten Blick erkennbar, in Jugendbüchern, in Schullektüren, in Comics, Serien des unterhaltenden Genres gepflegt.
Ziel der Tagung ist es, auf diese Problematik und ihre Wirkungen aufmerksam zu machen.
Programm:
- Hier finden Sie das Programm und weitere Informationen im pdf-Format.
„Antisemitismus“ Forschung und aktuelle Entwicklungen
23. Mai 2007
- in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung
- „Vor Antisemitismus ist man nur noch auf dem Monde sicher“, sagte die Philosophin Hannah Arendt und meinte damit treffend die Präsenz des Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart. Antisemitismus, am weitesten und einfachsten als „Judenfeindschaft“ definiert, bleibt weltweit eine Bedrohung für Menschenrechte und Demokratie. Wir fragen nach der gesellschaftlichen Funktionsweise von Antisemitismus und diskutieren den Gestaltwandel von Antisemitismus, insbesondere aktuelle Erscheinungsformen in der arabisch-islamischen Welt, in Jugendszenen mit migrantischem Hintergrund und in den Medien.
- Programm
03. November 2006
- Tagung veranstaltet vom Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Ulrich Sieg, Universität Marburg
- Programm
Jahrestagung in Berlin
26.-28. Mai 2006
- Kooperationspartner:
Bundesverband Psychonanalytische Paar- und Familientherapie
Berliner Arbeitskreis für Beziehungsanalyse e.V. - Programm
Konferenzen
Prävention und Abwehr von AntisemitismusMöglichkeiten - Aktivitäten - Desiderate
Eine Bestandsaufnahme 13. Januar 2011
Wissenschaftliche Konferenz, veranstaltet vom
Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin
mit Unterstützung der
Stiftung Topographie des Terrors
Ort: Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin
In den letzten Jahren haben sich sowohl nationale als auch internationale Organisationen zunehmend der Prävention und Abwehr von Antisemitismus gewidmet. Staatliche Programme wurden aufgelegt, um Pilotprojekte in diesem Bereich zu fördern. Im November 2008 beschloss der Deutsche Bundestag die Einsetzung eines Expertengremiums zur Bekämp-fung des Antisemitismus. Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutieren in der Konferenz des ZfA die bisherigen Ergebnisse des Engagements von Politik und Zivilgesellschaft. Gefragt ist, wie die Präventionsarbeit zu bewerten ist und wie sich dies öffentlich auswirkt. Die Konferenz will über eine Bestands-aufnahme des bisher Erreichten hinaus Möglichkeiten, aber auch Desiderate eruieren, die als Grundlage für künftige Konzepte im Bereich der Antisemitismusbekämpfung dienen können.
Sport und Nationalsozialismus: Erinnerungspolitik oder kritische Forschung?
Wissenschaftliche Konferenz, veranstaltet vom Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin in Kooperation mit der Stiftung Topographie des Terrors
6. Dezember 2010, 14.00-17.00 Uhr
Topographie des Terrors
Niederkirchnerstr. 8
10963 Berlin
Anmeldung:
Dr. Ralf Schäfer, ralfgschaefer[at]web.de
Der Organisator der XI. Olympischen Spiele von Berlin 1936, Carl Diem (1882-1962), gilt in der Erinnerungspolitik der deutschen Sportverbände als Gründergestalt von besonderer Autorität. Kritische Forschungen zeigen allerdings, dass Diem sich intensiver im NS-Regime engagierte als allgemein bekannt ist. Dennoch weisen der Deutsche Olympische Sportbund und Teile der Sportwissenschaft auch in der aktuellen Debatte unbequeme Ergebnisse zurück und halten die Legende der Distanz Diems zum NS-Regime weiter aufrecht. Im Nationalsozialismus sei ein im Prinzip „unpolitischer Sport" von den Machthabern „missbraucht" worden; dies gelte auch für seine Funktionäre.
Die Tagung „Sport und Nationalsozialismus: Erinnerungspolitik oder kritische Forschung?" dient daher zuerst einer Stellungnahme zur bisherigen Forschung über Diem und zur Rolle des Sports im Nationalsozialismus. Dabei werden Konstruktionen von Geschichte, wie sie die Autoren einer verbandsnahen Sportgeschichtsschreibung vertreten, kritisch hinterfragt. In einer weiteren Perspektive thematisiert die Veranstaltung ausgewählte Aspekte der Geschichte des Sports in Deutschland vom Kaiserreich bis in die Bundesrepublik. Ziel ist eine grundlegende Verständigung über die NS-Vergangenheit des deutschen Sports und seiner wichtigsten Funktionäre auf der Basis neuer Forschungserträge aus Sport- und Geschichtswissenschaft.
Anlass der Tagung ist das baldige Erscheinen der Studie von Ralf Schäfer „Militarismus, Nationalismus, Antisemitismus. Carl Diem und die Politisierung des Sports im Kaiserreich“ im Metropol Verlag Berlin.
Abschlusskonferenz "Der Ort des Terrors".
Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager
27./28. September 2010
Veranstaltungsort:
Topographie des Terrors
Niederkirchnerstr. 8
10963 Berlin
Mit Abschluss des Projektes „Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager“ ist die Geschichte der KZ im engeren Sinne erstmals aufgearbeitet. Dies soll zum Anlass genommen werden, die Problematik der nationalsozialistischen Zwangslager insgesamt zur Diskussion zu stellen.
Zur Entwicklung künftiger Forschungsstrategien sollen Probleme der Binnenstrukturen, der Lebensverhältnisse, der Überlebenschancen, aber auch der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit und der Rezeption der Lagergeschichte erörtert werden. Typologische Aspekte werden exemplarisch betrachtet: Die nationalsozialistischen Zwangslager, die unter Bezeichnungen wie Polizeihaftlager oder Erweiterte Polizeigefängnisse unter der Hoheit der Gestapo als Haftstätten jenseits rechtsstaatlicher Maximen in großer Zahl errichtet wurden, sind ebenso wie die „Arbeitserziehungslager“, Lager für Zwangsarbeiter, spezielle „Zwangsarbeitslager für Juden“, die Lager der „Organisation Schmelt“, die „Jugendschutzlager“ von den Opfern als KZ empfunden worden, Haftbedingungen wie Organisation und Bewachung unterschieden sich oft kaum von den KZ, die durch die zentrale Leitung im SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt formal definiert sind.
„Zigeunerlager“ und „Sonderlager für ungarische Juden“ waren ebenso Instrumente nationalsozialistischen Terrors wie Ghettos, die im nationalsozialistischen Herrschaftsgebiet in Polen, im Baltikum, in Ungarn, in Weißrussland, in der Ukraine, in Russland ebenso wie in Griechenland eingerichtet wurden als Lager mit KZ-ähnlichen Lebensumständen, in denen die Arbeitskraft der dorthin Deportierten bis zur physischen Vernichtung ausgebeutet wurde.
Angesichts der riesigen Zahl all dieser Zwangslager ist es notwendig, sie zu charakterisieren, dabei Desiderate zu zeigen und auf weiteren erheblichen Forschungsbedarf und erinnerungspolitische Lücken aufmerksam zu machen. Die Entstehung und Entwicklung des Antisemitismus als politische Bewegung im europäischen Vergleich (1879-1914) 24.-26. März 2010
gefördert durch die Volkswagen Stiftung
Judenfeindschaft hat eine lange Geschichte in Europa, sie ist für die jüdische Bevölkerung eine historische Erfahrung von langer Dauer. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts nahm die Feindseligkeit gegenüber den Juden aber neue Formen an. Diesen entsprach der neue Begriff Antisemitismus, der seit seinem ersten Auftauchen im Berlin des Jahres 1879 sehr rasch in alle europäischen Sprachen eingegangen ist. Die Tagung konzentriert sich daher auf die Entstehungsphase des politischen Antisemitismus von 1879 bis 1914.
Das Neue des Antisemitismus bestand unter anderem darin, dass die Judenfeindschaft nunmehr als politische Bewegung auftrat. Es handelt sich dabei um eine manifeste Form von Judenfeindschaft, die sich als politische Gesinnungsgemeinschaft formierte, eigene Organisationen gründete, politische Netzwerke ausbildete und mit den Medien politischer Öffentlichkeitsarbeit gegen Juden agitierte.
Die Tagung geht diesen politischen Dimensionen des Antisemitismus in Europa nach, fragt nach den kulturgeschichtlichen Dimensionen des politischen Antisemitismus und dessen Rolle und Funktion in den unterschiedlichen politischen Kulturen Europas. So will die Tagung die neuen Fragen und Perspektiven der Kulturgeschichte der Politik für die Antisemitismusforschung fruchtbar machen.
Gegenstand der Tagung sind die politischen Debatten und Organisationen, das Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit, die Bedeutung der Medien für den politischen Antisemitismus, die Formen des Antisemitismus in den politischen Kulturen Europas, die Politik der Gewalt, die antisemitische Agitation im ländlichen Raum und im städtischen Raum.
Ziel der Konferenz ist es, diese Aspekte des politischen Antisemitismus unter europäisch-vergleichen-der Perspektive in den Blick zu nehmen. Eine der zentralen Frage zielt darauf, ob es sich bei dem Phänomen des politischen Antisemitismus um eine europäische Erscheinung handelt, oder ob eher von antisemitischen Bewegungen in Europa gesprochen werden muss. Konferenz:
Feindbild Muslim — Feindbild Jude Wissenschaftliche Konferenz über das Verhältnis von Antisemitismus und Islamfeindlichkeit
Konferenz des Zentrums für Antisemitismusforschung
Technische Universität Berlin
8. Dezember 2008 — 10.00 bis 18.00 Uhr
- weitere Informationen finden Sie hier
- Zum Download der deutschen Presseerklärung als pdf-Datei
- Download the English version of the statement (pdf-file)
Pressekonferenz
25 Jahre Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin 14. Februar 2008, 10.30 Uhr
Ort: TU-Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin,
Raum H 1036
Ansprechpartnerin:
Dr. Juliane Wetzel,
Tel.: 030/314-21397
email: wetz0154[at]mailbox.tu-berlin.de
Um Anmeldung wird gebeten.
Das Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) der TU Berlin ist die einzige und zentrale Einrichtung ihrer Art in Europa. Dieses einzigartige Zentrum feierte nun sein 25-jähriges Bestehen. 1978 hatte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Dietrich Stobbe, in einer Rede anlässlich des 40. Jahrestages des Pogroms vom 9. November 1938 die Gründung eines Instituts für Antisemitismusforschung an der TU Berlin angekündigt. Er folgte damit einer gemeinsamen Initiative des TU-Präsidenten Rolf Berger und des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Heinz Galinski. Im Juni 1982 nahm Professor Dr. Herbert A. Strauss von der City University, New York, seine Tätigkeit als Gründungsleiter des Zentrums auf und hielt am 9. November 1982 seine Antrittsvorlesung zu "Antisemitismusforschung als Wissenschaft".
Seit nunmehr 25 Jahren arbeitet das ZfA interdisziplinär in Forschung und Lehre über Vorurteile und ihre Folgen wie Antisemitismus, Antiziganismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Angrenzende Schwerpunkte der Arbeit sind deutsch-jüdische Geschichte, Holocaust und Rechtsextremismus. Trotz seiner Einbindung in die universitäre Lehre wird das ZfA in hohem Maß auch als eine öffentliche Institution verstanden, die weit über den Rahmen eines Universitätsinstituts hinaus Dienstleistungen und Aufklärungsarbeit für die Öffentlichkeit erbringt.
Anlässlich des Jubiläums möchten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZfA nun Einblick in ihre Forschungen gewähren und eine Auswahl derzeit laufender Projekte von aktueller Relevanz der Öffentlichkeit vorstellen. Im Rahmen einer Pressekonferenz am 14. Februar 2008 wird Prof. Dr. Wolfgang Benz, seit 1990 Leiter des ZfA, gemeinsam mit einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Bandbreite der Forschung aufzeigen. Wir möchten Sie recht herzlich zu dieser Pressekonferenz ein-laden:
Konferenz "Festung" Europa - 70 Jahre nach Evian:
Menschenrechte und Schutz von Flüchtlingen 30. Juni 2008 bis 1. Juli 2008
Veranstaltungsorte: Deutscher Bundestag (Marie-Elisabeth-Lüders-Haus); Technische Universität Berlin; Grips-Theater
Schirmherrschaft: Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse
Kooperationspartner: Evangelische Kirche in Deutschland; Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz; Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.; Forum Menschenrechte; IPPNW; National Coalition für die Umsetzung der Kinderrechtskonvention in Deutschland; Stiftung Collegium Novum; UNO-Flüchtlingshilfe e.V.
Ansprechpartnerin:
Dr. Claudia Curio,
Tel. 030/314-23080,
email: curio[at]zfa.kgw.tu-berlin.de
Das Zentrum für Antisemitismusforschung der TU führt vom 30.6. bis 1.7.2008 gemeinsam mit Pro Asyl e.V. und dem Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Deutschen Bundestag sowie weiteren Kooperationspartnern eine Konferenz durch, mit der zum einen an die gescheiterte Flüchtlingskonferenz von Evian erinnert werden soll, die 1938 auf Initiative der USA stattfand, um Zufluchtsmöglichkeiten für die deutschen Juden zu verhandeln, und auf fatale Weise ergebnislos blieb, zum anderen sowohl die Öffentlichkeit als auch die Politik auf die aktuellen Missstände der europäischen Flüchtlingspolitik aufmerksam gemacht werden sollen. Als Referenten der zweitägigen Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse steht, konnten renommierte Vertreter von Menschenrechts- und Flüchtlingshilfsorganisationen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gewonnen werden. Einen Schwerpunkt der Konferenz bildet die Auseinandersetzung mit der spezifischen Problematik unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. Junge Flüchtlinge, die heute in Deutschland leben und ehemalige Kinderflüchtlinge, die auf der Flucht vor nationalsozialistischer Verfolgung ihre Heimat verlassen mussten, sind eingeladen, um über ihre Erfahrungen zu berichten.
Programm
- Download des Ankündigungstextes als pdf-Datei.
-
das ausführliche Programm (inkl. Anmeldeformular) steht Ihnen hier als pdf-Datei zur Verfügung.
Eine Anmeldung ist leider nur noch für den 2. Veranstaltungstag (Di, 01.07.2008) möglich!
Völkermord in Transnistrien 1941-1944
Deportation - Rettung - Erinnerung Konferenz in Kooperation mit dem Literaturhaus Berlin
6.-7. Juni 2008
Veranstaltungsort: Literaturhaus Berlin
Fasanenstr. 23, 10719 Berlin
Ansprechpartnerin:
Dr. Brigitte Mihok
Tel. 030/314-23079,
email: mihok[at]zfa.kgw.tu-berlin.de
- Download des Programms im pdf-Format.
Besatzungsgeschichte als Gegenstand binationaler Verständigung
Berlin, 26-28. Januar 2007
- Begleitseminar zur Ausstellung "Nicht nur Lachs und Würstchen - Einhundert Jahre deutsch-norwegische Begegnungen
10. November 2006 - Veranstaltungsort: Kommunikationsmuseum Berlin
- Programm
01.-02. Dezember 2005
- Mitschnitt: Offener Kanal Berlin
- Programm
Symposien
Rollenspiele:Zeitgeschichte auf der öffentlichen Bühne
Symposion zum 65. Geburtstag von Wolfgang Benz
15. September 2006
Buchvorstellungen
Buchpräsentation:Vorurteile in der Kinder- und Jugendliteratur
Gespräch mit Wolfgang Benz, Brigitte Mihok, Yasemin Shooman und Eske Wollrad
Moderation: Sabine Mähne
31. März 2011, 20.00 Uhr
Eine Veranstaltung des Literaturforums Berlin in Zusammenarbeit mit Les Art, Berliner Zentrum für Kinder- und Jugendliteratur und dem Zentrum für Antisemitismusforschung.
Literaturforum im Brechthaus
Chausseestr. 125, 10115 Berlin
U-Bahnhof Zinnowitzer Str. oder Oranienburger Tor
Vielen Kinderbuchautoren ist es ein Anliegen, Vorurteile und Feindbilder zu bekämpfen. Das missglückt zuweilen gründlich, während andere Autoren bewusst Ressentiments gegen Minderheiten, gegen Angehörige anderer Kultur oder Religion in der Lektüre junger Menschen pflegen. Beides ist meist nicht auf den ersten Blick erkennbar. Im Kindes- und Jugendalter erworben, bleiben sie besonders wirksam und bestimmen das Weltbild vieler Erwachsener. Die Folgen können Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt gegenüber ethnischen, kulturellen, religiösen, sozialen oder sexuellen Minderheiten sein.
Der Herausgeber des Buches, Wolfgang Benz, erläutert die Notwendigkeit der Vorurteilsforschung in der Kinder- und Jugendliteratur. Drei Autorinnen berichten über rassistische Stereotype bei Pippi Langstrumpf (Eske Wollrad), über "Zigeuner"-Klischees im Comic (Brigitte Mihok) und über das Orientbild bei Karl May (Yasemin Shooman).
- zur Einladung im pdf-Format.
Die Zeitzeugen sind nicht verstummt
Gesprochene Erinnerungen an die Shoah
1. Februar 2011, 19.00 Uhr
Topographie des Terrors
Niederkirchnerstr. 8
10963 Berlin
Berichte aus Auschwitz, Treblinka, Ravensbrück, Bergen-Belsen und anderen Lagern über Verfolgung, Widerstand und Befreiung von:
Richard Glazar
Anatol Chari
Themos Kornaros
Ladislaus Ervin Deutsch
Chasia Bornstein-Bielicke
Anise Postel-Vinay
Jakowos Kambanelli
Margit Hermann
gelesen von Wolf Euba und Caroline Ebner.
Ein Hörbuch, herausgegeben von Barbara Distel und Wolfgang Benz im Verlag Dachauer Hefte.
Buchpräsentation:
Begriffe, Theorien, Ideologien
Handbuch des Antisemitismus, Band 3
7. Dezember 2010, 18.00 Uhr
Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund
Hiroshimastr. 12—16
10785 Berlin
Das Handbuch des Antisemitismus versammelt das vorhandene Wissen zum Phänomen der Judenfeindschaft ohne zeitliche und räumliche Begrenzung. Antisemitismus als ältestes religiöses, kulturelles, soziales und politisches Vorurteil wird in allen Erscheinungsformen dargestellt und erläutert: als Einstellung, als Politikmuster, als Instrumentalisierung von Emotionen, als Aggression vom Pogrom bis zum Genozid. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt auf der Neuzeit bis zur Gegenwart. Im dritten Band werden Termini und Metaphern wie „Arierparagraph“, „Rassenschande“ und „Wucherjude“, Stereotype wie „Brunnenvergiftung“, „Hostienfrevel“ und „Gottesmord“ erläutert. Auch Phänomene wie Erlösungsantisemitismus, Holocaustleugnung und Judenfeindschaft in der Antike werden behandelt. Das Handbuch setzt sich darüber hinaus ausführlich mit Theorien, Forschungsstrategien und politischen Kontexten der Judenfeindschaft auseinander; z. B. linker Antisemitismus, christlicher Fundamentalismus oder islamisierter Antisemitismus.
Buchpräsentation:
Vorurteil und Genozid 30. November 2010, 20.00 Uhr
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Sir Peter Ustinov Institut Wien und dem Böhlau Verlag Wien.
Topographie des Terrors
Niederkirchnerstr. 8
10963 Berlin
Autorinnen und Autoren des im Herbst 2010 im Böhlau Verlag Wien erschienenen Sammelbandes Vorurteil und Genozid berichten über Völkermorde und Massengewalt im 20. Jahrhundert: Armenien (Annette Schaefgen), Ukraine (Svetlana Burmistr), Jugoslawien (Holm Sundhaussen), Kambodscha (Angelika Königseder), Darfur (Juliane Wetzel).
Die Diskussion zur vergleichenden Genozidforschung moderiert Wolfgang Benz.
Buchpräsentation:
„Rasse“ — eine soziale und politische Konstruktion Einführung und Moderation: Wolfgang Benz
16. November 2010, 20.00 Uhr
Literaturhaus Berlin
Fasanenstr. 23
10719 Berlin
Der Begriff „Rasse“ als soziale und politische Konstruktion ist aus der Umgangssprache aus gutem Grund verschwunden. Rassismus existiert jedoch in vielen Formen und Dimensionen im Alltag: als Feindbild, als Verhalten, als kulturrassistische Agitation. Die Ergebnisse einer Tagung des Wiener Sir Peter Ustinov Instituts zu Problemen der Entstehung und Entfaltung der Erscheinungsformen, von Prävention und Abwehr werden von Autoren des Buches „Rasse — eine soziale und politische Konstruktion“ präsentiert.
Buchpräsentation:"Mutter, erzähl von Adolf Hitler!"
Ressentiments im Kinderzimmer
29. Juni 2010, 20.00 Uhr
Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8
10117 Berlin
Vorurteilen und Feindbildern in der Kinder- und Jugendliteratur widmet sich ein Buch aus dem Zentrum für Antisemitismusforschung. Im Gespräch des Herausgebers Wolfgang Benz mit Autorinnen und Autoren werden die Instrumentalisierung nationalsozialistischer Ideologie und der didaktische Zugriff nach 1945 thematisiert.
Das Buch erscheint im Juni im Metropol Verlag Berlin: Wolfgang Benz (Hrsg.), Vorurteile in der Kinder- und Jugendliteratur, Berlin 2010.
Programm:
- Ute Benz:
"Mutter, erzähl von Adolf Hitler!" - Matthias Schwerendt
Rudolf Wiggers' "Rassebüchlein für die Jugend" - Isabel Enzenbach
Des Führers neue Kleider? - Juliane Wetzel
"Damals war es Friedrich"
Metaphern und Methoden nationalsozialistischer Propaganda
18. Mai 2010, 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8
10117 Berlin
Aus der antisemitischen Ausstellung "Der ewige Jude", die im November 1937 zuerst in München im Deutschen Museum gezeigt wurde, später auch in anderen Städten zu sehen war, entstand der berüchtigte Propagandafilm, der im November 1940 Premiere hatte. Der Film sollte die Bevölkerung auf den Mord an den Juden vorbereiten. Die literarische Figur des ewigen Juden wurde als Metapher des Hasses benutzt und mit den Methoden der politischen Propaganda instrumentalisiert.
Das Ausstellungsprojekt ist mit seinen Akteuren, Intentionen und Wirkungen zum ersten Mal wissenschaftlich aufgearbeitet worden. Der Autor erläutert seine Forschungsergebnisse und stellt sie zur Diskussion.
Das Buch erscheint im Mai im Metropol Verlag Berlin: Wolfgang Benz, "Der ewige Jude". Metaphern und Methoden nationalsozialistischer Propaganda, Berlin 2010.
"Metaphern des Schreckens"
Vorstellung des 9. Bandes von "Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager"
22. April 2010, 18.00 Uhr
Ort: Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Ort der Information,
Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin
Der neunte Band schließt die Reihe "Der Ort des Terrors". Seit Herbst 2005 waren im Abstand von jeweils einem halben Jahr Bücher zu unterschiedlichen Orten nationalsozialistischer Verfolgung und Vernichtung erschienen, die nunmehr eine umfassende Gesamtdarstellung des Lagersystems in Deutschland und im besetzten Europa zwischen 1933 und 1945 ergeben. Der letzte Band widmet sich den sehr unterschiedlich geprägten und meist unbekannten Zwangslagern in verschiedenen Ländern. Die Buchvorstellung gibt einen Einblick in die Konzeption dieses Standardwerks und präsentiert einzelne Beiträge des neunten Bandes.
Begrüßung:
- Uwe Neumärker, Direktor Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
- Barbara Distel (Mitherausgeberin)
- Wolfgang Benz "NS-Zwangslager jenseits der KZ"
- Yasemin Shooman "Die Rotunde in Zamosc"
- Uwe Neumärker "Das SS-Lager Soldau in Ostpreußen"
- Svetlana Burmistr "Ghettos und Lager in Transnistrien"
Handbuch des Antisemitismus.
Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Band 2
26. Januar 2010, 18.30 Uhr
Ort: Technische Universität Berlin, H 1035
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
Begrüßung
- Prof. Dr. Kurt Kutzler, Präsident der Technischen Universität Berlin
- Dr. Sven Fund, Geschäftsführer des Verlags De Gruyter
- Prof. Dr. Wolfgang Benz, Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin
- Unter der Moderation von Angelika Königseder diskutieren Barbara John (Honorarprofessorin an der Humboldt-Universität Berlin, ehem. Ausländerbeauftragte des Berliner Senats), Petra Pau (Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages), Christian Böhme (Chefredakteur „Jüdische Allgemeine“) und Wolfgang Benz (Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung)
Buchvorstellung in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt.
12. Mai 2009
19.00 Uhr
Ort: Auswärtiges Amt Berlin, Fritz Kolbe-Saal, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin
Seit den Deportationen nach Transnistrien sind über 66 Jahre vergangen. In Rumänien hat die historisch-wissenschaftliche Aufarbeitung erst Ende der 1990er Jahre eingesetzt. In Deutschland hat das Interesse an der Thematik nicht nur im wissenschaftlichen, sondern auch im juristischen Kreis zugenommen. Dies steht im Zusammenhang mit der am 1. Oktober 2007 von der Bundesregierung beschlossenen Annerkennungsleistung für Ghetto-Arbeit und die Gewährung von Einmalzahlungen an ehemalige Ghettoinsassen, die bisher keine Rente erhalten haben. Dabei rückte die Judenverfolgung in Osteuropa in den Mittelpunkt. Die in transnistrische Ghettos und Lager deportierten rumänischen Juden wurden Gegenstand des öffentlichen Interesses. Engagement gegen Antisemitismus
Präsentation von Unterrichtsmaterialien und Diskussionsrunde
Buchvorstellung in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn
2. Juni 2008
13.30 – 16 Uhr
Veranstaltungsort: Ständige Vertretung des Saarlandes beim Bund
In den Ministergärten 4, 10117 Berlin
Eine Veranstaltung zur Vorstellung der vom Zentrum für Antisemitismusforschung und dem Fritz Bauer Institut in Kooperation mit dem OSZE Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte und dem Anne Frank Haus entwickelten Unterrichtsmaterialien und Handreichungen für Lehrkräfte zum Antisemitismus, anlässlich ihrer Veröffentlichung durch die Bundeszentrale für politische Bildung.
- Download des Programms im pdf-Format.
Buchvorstellung im Centrum Judaicum
20. März 2007
Vorträge
Vortrag:Making Germans out of Muslims: Holocaust Education and Antisemitism-Prevention Trainings for Immigrants Prof. Esra Özyürek (University of California, San Diego)
1. November 2010, 18-20 Uhr
Zentrum für Antisemitismusforschung
Raum TEL 811 (8. Stock)
Ernst-Reuter-Platz 7, 10587 Berlin
Since 2007 the German government allocates 19 million Euros a year to fight what they call historical and contemporary Antisemitism in the country. The former is understood as the remnants of Nationalist-Socialist thinking whereas the latter term refers to Antisemitism among Muslim background immigrants. This group, who gained access to German citizenship only since 2000, is now increasingly under public accusation for not showing an interest in learning about the Holocaust and hence not sharing the collective responsibility for German history. Along with sexism, homophobia, and violence, Antisemitism is one of the most serious accusations Muslim background immigrants are defined as non-fit for being part of Germany. Based on one year-long ethnographic observations of Antisemitism-Prevention trainings organized specifically for Muslim immigrants, the lecture makes two arguments. First, it contents that in contemporary Germany Islam is increasingly used as a factor to explain things that are predominantly determined by class, education, or immigration history. This strategy extrapolates the majority of immigrants in the country as primarily religious before anything else. Second, it argues that Antisemitism-Prevention trainings can be seen as a simultaneous exclusion and invitation of immigrants for being Germans. In these trainings the very same immigrants who are pointed to as the main source of contemporary Antisemitism in Germany are also invited to become Germans by claiming and condemning their Antisemitism just like other Germans did after the World War II.
Esra Özyürek is an Associate Professor at the University of California, San Diego, Department of Anthropology. She currently is a Research Fellow of the Alexander von Humboldt Foundation in Berlin.
Vortrag: "Confronting Fascism in Egypt: Dictatorship Versus Democracy in the 1930s"
Prof. Israel Gershoni (Tel Aviv Universität)
Kooperation mit dem Zentrum Moderner Orient
22. Juni 2010, 18.00-20.00 Uhr
Veranstaltungsort: TU Berlin
Hauptgebäude, Raum H 1058
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
Modern Egyptian intellectual history, composed by both Egyptians and non-Egyptians (mainly Western scholars), tend to emphasize the pro-Fascist and pro-Nazi positions and attitudes on the part of important intellectual groups in Egypt, particularly in the years 1936-1945. The lecture will attempt to deconstruct this commonly held narrative, by underlining intellectual mainstream, which actually rejected vehemently Nazism, Fascism, Hitler and Mussolini. Special attention will be given to one of the most important intellectual voices of that era, Ahmad Hasan al-Zayyat. The owner and editor of the most important intellectual weekly in 1930s Egypt and the Arab world, \Al-Risala., Zayyat expressed in a most lucid manner stands against Nazi Germany and Hitler, particularly on the eve of the war and its outbreak.
Prof. Israel Gershoni is Kaplan Chair Prof. for Modern History of Egypt and is teaching at the Department of Middle Eastern and African History at Tel Aviv University. Vortrag:
„Gehörlose Juden und Antisemitismus in der Gehörlosengemeinschaft -
sozio-historische Aspekte einer doppelten kulturellen Minderheit“
Mark Zaurov
Vorsitzender der Interessengemeinschaft Gehörloser jüdischer Abstammung in Deutschland (IGJAD)
Doktorand im Institut für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser (IDGS) an der Universität Hamburg
24. Juni 2010, 18.00-20.00 Uhr
Veranstaltungsort: TU Berlin
Zentrum für Antisemitismusforschung
Raum TEL 811 (8. Etage)
Ernst-Reuter-Platz 7
10587 Berlin
The Doenme and anti-Jewish conspiracy theories in the Ottoman Empire and Turkish Republic Prof. Marc David Baer (Zentrum Moderner Orient)
Kooperation mit dem Zentrum Moderner Orient
25. Mai 2010, 18.00-20.00 Uhr
Veranstaltungsort: Zentrum für Antisemitismusforschung
Raum TEL 811 (8. Stock)
Ernst-Reuter-Platz 7
10587 Berlin
The Doenme, the descendants of Jewish converts to Islam, have long attracted suspicion in Turkey. For the past several years, the best selling books have concerned the alleged Jewish heritage of everyone from the secular elite to the Muslim Sufis. Everyone in Turkey who is important, it would seem, has Jewish ancestry. What are the historical roots of such current claims? What are secular and religious authors claiming when they "out" people as "secret Jews"? And what does the long prevalence of conspiracy theories about the Doenme inform us about antisemitism in the Ottoman Empire and Turkish Republic?
Marc David Baer earned a Ph.D. in History at the University of Chicago. An Associate Professor in the History Department at the University of California, Irvine, Baer is a scholar of Ottoman and southeastern European History with particular interests in religious and cultural conversion. He currently holds a research position at the Zentrum Moderner Orient in Berlin.
The Founding Myths of Turkish Antisemitism
Kooperation mit dem Zentrum Moderner Orient
17. Februar 2010, 18 Uhr
Until recently the Republic of Turkey presented itself as a country where no tradition of antisemitism existed. Turkey intended to depict itself in sharp contrast to other Muslim Middle Eastern countries as a place where Jewish citizens (a miniscule minority) had lived for centuries in peace. Lately, however, there have been reports expressing fears of a growing current of antisemitism in Turkey. Rifat Bali will analyze the historical and current situation in Turkey concerning antisemitism presenting the prevailing ideologies and their historical roots. „Liechtenstein und das nationalsozialistische Deutschland“
Herr PD Dr. Gerhard Krebs
Donnerstag, 30.10.2008
18:00-20:00
Veranstaltungsort:
TU-Hochhaus, Ernst-Reuter-Platz 7, Raum TEL 811, 8. Stock
(U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz)
Der Fürst von Liechtenstein hat im September 2008 die Bitte des Jüdischen Museums in Berlin um die Leihgabe für eine geplante Ausstellung abschlägig beschieden. Die Erläuterungen zu seiner Absage haben in der Öffentlichkeit für Aufsehen gesorgt, zumal sich der Fürst einiger Schlagworte wie „Drittes Reich“ und „Viertes Reich“ bediente.
Dieser aktuelle Vorgang ist Anlass, nach dem Verhältnis des Fürstentums Liechtenstein zum nationalsozialistischen Deutschland zu fragen.
