Chronik
1978
8. November
- In einer Rede zum 40. Jahrestag des Pogroms vom November 1938
kündigt der Regierende Bürgermeister von Berlin, Dietrich Stobbe, die
Gründung eines Instituts für Antisemitismusforschung an der Technischen
Universität an. Er folgt damit einer gemeinsamen Initiative des
TU-Präsidenten Rolf Berger und des Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Heinz
Galinski.
1979
Mai
-
Das Kuratorium der Technischen Universität beschließt die
Gründung eines "Zentrums für Antisemitismusforschung". Das Institut
soll zunächst mit Stellen für zwei Hochschullehrer und für zwei wissenschaftliche
Mitarbeiter ausgestattet werden.
1982
1. Juni
-
Professor Dr. Herbert A. Strauss (City University, New
York) nimmt seine Tätigkeit als Gründungsleiter des Zentrums für
Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin auf.
9. November
-
Antrittsvorlesung von Prof. Strauss
"Antisemitismusforschung als Wissenschaft", mit der gleichzeitig
das an den Fachbereich l (Kommunikations- und Geschichtswissenschaften)
angeschlossene Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) offiziell wird.
1983
29. Juni
-
Eröffnung der Forschungsbibliothek des ZfA mit einem
Erstbestand von 3500 Titeln antisemitischer Literatur.
25. September
-
1. Lerntag des ZfA (veranstaltet gemeinsam mit der Research
Foundation for Jewish Immigration, New York): "Der Antisemitismus und
seine Abwehr"
26.-28. September
-
Internationale Tagung "Antisemitismus heute",
veranstaltet vom Aspen-Institut Berlin und dem ZfA.
1984
Juli
-
Beginn des von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft und von der Volkswagenstiftung geförderten
dreijährigen Forschungsprojektes "Das Bild von Juden und Judentum in der
deutschen Volkskultur (1815-1850)", in dem vier Wissenschaftler
(Religionswissenschaft, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft,
Sozialgeschichte) zusammenarbeiten.
18. November
-
2. Lerntag: "Der Holocaust in der politischen Kultur
seit 1945".
1985
Sommersemester
-
Ringvorlesung "Der Holocaust im Lichte der
Wissenschaften".
Mai
-
Beginn des von der Volkswagenstiftung geförderten
vierjährigen Forschungsprojektes "Wirkungsgeschichte der Emigration
deutschsprachiger Wissenschaftler (Medizin, Physik, Politische Wissenschaft)
nach 1933".
24. November
-
3. Lerntag: "Asylrecht und Asylpraxis: 1933 vs.
1985".
1986
Oktober
-
Besetzung der zweiten Professur mit Prof. Dr. Wolfgang
Scheffler (Arbeitsgebiet: Drittes Reich und Holocaust).
9. November
-
4. Lerntag: "Vorurteilsforschung heute".
1987
April/Mai
-
Gutachten von Professor Scheffler im Demjanjuk-Prozeß
(Jerusalem) und im Barbie-Verfahren (Lyon).
Juni
-
Zum fünfjährigen Bestehen des ZfA erscheint eine von
Rainer Erb und Michael Schmidt herausgegebene Festschrift
"Antisemitismus und jüdische Geschichte. Studien zu Ehren von Herbert A.
Strauss".
Herbst
-
Das ZfA führt gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie
Allensbach eine von der Anti Defamation League des B'nai B'rith, New York,
finanzierte repräsentative Meinungsumfrage zu "Ausmaß und Formen des
heutigen Antisemitismus in der Bundesrepublik Deutschland" durch und
präsentiert die Ergebnisse im Juni 1988 der Öffentlichkeit.
8. November
-
5. Lerntag: "Der Holocaust als Thema im
Geschichtsunterricht und in der politischen Bildung".
1988
6. November
-
6. Lerntag: "Gewalt gegen Juden. Die Novemberpogrome
von 1938 in historischer Perspektive"
1989
12. November
-
7. Lerntag: "Ausländerpolitik 1989 - Das Ende der
Integration?".
1990
31. März
-
Prof. Dr. Herbert A. Strauss beendet seine Tätigkeit als
Leiter des ZfA.
1.-3. Oktober
-
Wissenschaftliche Tagung: "Zur Geschichte der
Blutbeschuldigungen gegen Juden", organisiert und geleitet von Dr.
Rainer Erb.
1. November
-
Prof. Dr. Wolfgang Benz, langjähriger wissenschaftlicher
Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte in München, übernimmt die
Leitung des ZfA.
1991
22. Mai
-
Dem ehemaligen Leiter des ZfA, Prof. Strauss, wird die
akademische Würde "Ehrenmitglied der Technischen Universität"
verliehen.
1992
19. Mai
-
Der Verein "Freunde und
Förderer des Zentrums für Antisemitismusforschung" wird gegründet.
20.-23. September
-
Internationale Konferenz des ZfA in Verbindung mit dem
Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism, Jerusalem,
und dem Institute of Jewish Affairs, London, zum Thema: "Antisemitismus
in Europa".
1993
26.-28. März
-
Tagung des ZfA in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für
Exilforschung zum Thema: "Deutsch-Jüdisches Exil - Ende der
Assimilation?"
25.-28. August
-
Sommerakademie des ZfA in Verbindung mit dem Stadtarchiv
Salzgitter: "Integrationsprobleme in Deutschland. Minderheiten und
Randgruppen in beiden deutschen Nachkriegsstaaten".
6.-9. November
-
Internationale Konferenz in Salzburg in Zusammenarbeit mit
dem Institut für Geschichte der Universität Salzburg und dem
Ludwig-Boltzmann-Institut für Historische Sozialwissenschaft, Salzburg:
"Differenzen in der Bearbeitung des Nationalsozialismus, des
Antisemitismus und des Holocaust in Österreich, in der Bundesrepublik
Deutschland und in der DDR. Zeitgeschichtliche Forschung im Vergleich".
1994
16. Mai
-
Herbert-Baum-Colloquium der TU Berlin, organisiert vom
Zentrum für Antisemitismusforschung: "Einwanderungsland
Deutschland".
8. Juni
-
Wissenschaftliches Kolloquium zu Ehren von Wolfgang
Scheffler über Probleme der Holocaustforschung: "Wissenschaft - Justiz -
Öffentlichkeit".
30. Juni und 23. September
-
Exkursion nach Theresienstadt/Terezin.
30. September
-
Prof. Dr. Wolfgang Scheffler tritt in den Ruhestand.
30. November
-
Nach zehnjähriger Tätigkeit am Zentrum als Wissenschaftlicher
Mitarbeiter scheidet Dr. Rainer Erb aus.
12.-13. Dezember
-
Wissenschaftliche Konferenz: "Juden und
Judenfeindschaft in Lettland"
1995
1. Mai
-
Dr. Johannes Heil wird als Nachfolger von Dr. Christhard
Hoffmann Wissenschaftlicher Assistent.
17. Mai
-
Konferenz: "Nach Auschwitz: Jüdische Existenz und
Identität in Deutschland".
24.-28. Mai
-
Exkursion nach Auschwitz und Krakau.
10.-13. September
-
Internationales Kolloquium in Oxford in Zusammenarbeit mit
dem Leo Baeck Institute London: "Juden in der Weimarer Republik".
12. November
-
Wissenschaftliche Konferenz: "Antizionismus in der
DDR. Sozialistische Variante des Antisemitismus?" in der Katholischen
Akademie Berlin.
11. Dezember
-
Workshop "Solidarität und Hilfe für Juden während des
Nationalsozialismus".
11. Dezember
-
Workshop "Jiddische Presse und Literatur".
1996
26.-28. März
-
Tagung in Zusammenarbeit mit der Akademie für politische
Bildung Tutzing "Antisemitismus heute - eine Bestandsaufnahme".
31. Mai/1. Juni
-
Exkursion nach Groß-Rosen und Breslau.
1. September
-
Unterstützt vom Berliner Anwaltsverein beginnt Frau Dr. Angelika
Königseder mit dem Projekt "Berliner Anwälte in der Zeit des
Nationalsozialismus".
31. Oktober/1. November
-
Workshop: "Gespräche über das Erinnern.
Zeitzeugenbefragungen: Probleme und Methoden - Erfahrungen und
Wirkungen".
6./7. Dezember
-
Wissenschaftliche Konferenz: "Juden und
Judenfeindschaft in Litauen".
Wintersemester 1996/1997
-
Öffentliche Vortragsreihe "Die Erfahrung des
Exils". Redner sind: W. Michael Blumenthal (Princeton), Hans Keilson (Amsterdam),
Felix Posen (London), George L. Mosse (Madison), Lenka Reinerova (Prag),
Rudolf Vrba (Vancouver), Edzard Reuter (Stuttgart).
1997
1. April
-
Beginn des Projekts "Rettung von Juden im
nationalsozialistischen Deutschland", das angeregt wurde vom Verein
"Gegen Vergessen - für Demokratie" und von der Alfried-Krupp-
von-Bohlen-und- Halbach -Stiftung und der Robert- Bosch- Stiftung gefördert
wird. Bearbeiter sind Dr. Beate Kosmala, Dr. Maria Luise Kreuter, Dr. Kurt
Schilde.
25. August-8. September
-
Internationale Sommeruniversität "Juden in Mittel-
und Osteuropa" in Zusammenarbeit mit der Ostsee-Akademie Travemünde und
der Universität Klaipeda in Nida/Litauen.
25.-28. September
-
In Warschau findet die 4. und letzte Konferenz des von der
European Science Foundation finanzierten und von Wolfgang Benz geleiteten
internationalen Projektes "Nationalsozialistische Besatzungspolitik in
Europa 1939-1945" statt. In Zusammenarbeit mit J. T. M. Bank (Leiden),
François Bédarida (Paris), Hermann Graml (München), Aage Trommer (Odense),
Erika Weinzierl (Wien), Hagen Fleischer (Athen), Richard Overy (London),
Waclaw Dlugoborski (Katowice), Peter Sipos (Budapest), Johannes Houwink ten
Cate (Amsterdam) und Gerhard Otto (Berlin) entstehen neun Sammelbände, die
verschiedene Aspekte der deutschen Okkupationspolitik behandeln.
5./6. Dezember
-
Wissenschaftliche Konferenz: "Juden und
Judenfeindschaft in der Slowakei".
Wintersemester 1997/1998
-
Ringvorlesung: "Verfolgung und Diskriminierung von
Minderheiten. Der deutsche Anteil im 20. Jahrhundert".
1998
25. Januar
-
Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag im Berliner
Ensemble: "Überleben und Erinnern". Szenische Lesung und Gespräche zum
Judenmord - Texte von Ladislaus Szücs, Hertha Feiner, Bernhard Press und
Ernst Grube". Die Veranstaltung ist Auftakt der Reihe
"Horizonte", die einmal im Monat stattfindet.
8./9. Mai
-
Wissenschaftliche Konferenz: "Die Rettung von Juden im
nationalsozialistischen Deutschland 1933-1945. Ein
Dokumentationsprojekt".
15. Mai
-
Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft beginnt
Dr. Brigitte Mihok mit dem Projekt "Bosnische Romaflüchtlinge in Berlin
- Lebenssituation vor der Flucht und Perspektive einer Repatriierung".
6.-7. Juni
-
Exkursion nach Theresienstadt und Prag.
11.-12. Juni
-
Wissenschaftliche Konferenz: "Die Vertreibung aus
Polen 1968 - Antisemitismus und politisches Kalkül".
15.-21. August
-
Studienreise nach Polen (Danzig, Stutthof,
"Führerhauptquartier Wolfsschanze" bei Rastenburg, Treblinka,
Warschau).
2. September
-
Gefördert von der Volkswagen-Stiftung beginnt Dr. Wolf
Gruner sein Projekt "Fremde im eigenen Land. Die staatliche Ausgrenzung
der indianischen Bevölkerungsmehrheit in der Republik Bolivien
(1928-1952/53)".
30./31. Oktober
-
Wissenschaftliche Konferenz: "Novemberpogrom 1938.
Reaktionen des Auslands auf die ‚Reichskristallnacht‘" im Literaturhaus
Berlin.
8. November und 15. November
-
Lesung von literarischen Zeugnissen zum Novemberpogrom im
Berliner Ensemble und im Kulturhaus Altes Rathaus in Potsdam durch
Mitarbeiter des Zentrums.
Wintersemester 1998/99
-
Der Historiker Dr. Jürgen Matthäus vom Holocaust Memorial
Museum Washington übernimmt die erste Gastprofessur zur Holocaustforschung am
Zentrum. Damit beginnt eine dreijährige Reihe von Gastprofessuren mit der
finanziellen Unterstützung der Deutschen Bank, der Dresdner Bank und der
HypoVereinsbank.
-
Filmreihe in Zusammenarbeit mit dem Kino Arsenal in
Berlin: "Nationalsozialistische Verfolgung in deutschen
Nachkriegsspielfilmen".
1999
Sommersemester
-
Gastprofessur zur Holocaustforschung wird von dem Direktor
des Jüdischen Historischen Instituts Warschau Prof. Dr. Feliks Tych
wahrgenommen.
29. Mai
-
Veranstaltung: Geteilte Erinnerung: Zur Wahrnehmung von
Juden in beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften – im Rahmen des
Geschichtsforums 1949-1989-1999: Getrennte Vergangenheit – Gemeinsame
Geschichte? Humboldt Universität zu Berlin.
Juni
-
Dr. Werner Bergmann wird auf die zweite Professur am
Zentrum berufen.
3. Juni
-
Konferenz: Sozialisation und Vorurteil. Zur Prägung von
Feindbildern bei Kindern und Jugendlichen – zusammen mit dem Berliner
Arbeitskreis für Beziehungsanalyse.
9./10. Juli
-
Rumänien und der Holocaust. Zu den Massenverbrechen in
Transnistrien 1941-1944, Berlin, Literaturhaus.
21.-29. August
-
Studienreise in die West-Ukraine (Lemberg, Drohobycz,
Czernowitz)
Wintersemester 1999/2000
-
Der Historiker Dr. Brewster S. Chamberlin vom Holocaust Memorial
Museum Washington übernimmt die Gastprofessur zur Holocaustforschung am
Zentrum.
-
Dr. Mona Körte wird Nachfolgerin von Dr. Werner Bergmann
als Wissenschaftliche Assistentin am Zentrum.
1./2. November
-
Rechtsextremismus und Jugendgewalt in Berlin und
Brandenburg. Wissenschaft und Praxis im Dialog. Konferenz in der TU Berlin.
2000
13. April
-
Antrittsvorlesung von Werner Bergmann: „Antisemitismus in
Europa seit dem Holocaust“ an der TU Berlin.
Sommersemester
-
Der Historiker und Holocaustforscher Professor Yehuda
Bauer, Direktor des International Institute for Holocaust Research in
Yad Vashem, übernimmt die Gastprofessur zur Holocaustforschung am Zentrum.
-
Zusammen mit dem Berliner Ensemble präsentiert das Zentrum
regelmäßig Gespräche und Lesungen in der Reihe Horizonte. Darin berichten
Zeitzeugen über die nationalsozialistische Verfolgung und deren Wirkungen
nach 1945. Die Reihe bietet ein Forum für die Auseinandersetzung über
persönliche Erfahrungen des 20. Jahrhunderts. Gleichzeitig kooperiert das
Zentrum mit dem Literaturforum im Brechthaus (Berlin) seit 1994 in der Reihe
Lebenszeugnisse. Autoren biographischer und autobiographischer
Neuerscheinungen kommen dabei zu Wort.
März
-
Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft beginnt
Dr. Peter Widmann mit dem Projekt "Zigeuner"-Stereotypen.
April
-
Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und in
Zusammenarbeit mit dem Institut für Musikwissenschaft der TU Berlin und dem
Förderverein "musica reanimata" beginnt Dr. Albrecht Dümling das
Projekt "Deutschsprachiges Musiker-Exil in Australien". Dr. Michael
Scholz erforscht mit Hilfe der Fritz Thyssen Stiftung die Biographie des
Wissenschaftlers Wolfgang Steinitz (1905-1967). Das Projekt wurde ab Januar
2001 von Dr. Annette Leo weitergeführt.
September
-
Internationale wissenschaftliche Konferenz zum Thema
"Die Entstehung von Feindbildern im Konflikt um Palästina"
Wintersemester 2000/01
-
Hagen Fleischer von der Universität Athen lehrt als
Gastprofessor am Zentrum. In Zusammenarbeit mit dem Berliner Kino Arsenal
veranstaltet das Zentrum eine Filmreihe zum Thema "Sinti und Roma im
europäischen Film".
2001
März - Mai
-
Gefördert durch den Zoologischen Garten Berlin erforscht Monika
Schmidt die Geschichte der jüdischen Aktionäre des Zoo in der NS-Zeit.
Mai
-
Internationale wissenschaftliche Konferenz zum Thema
"Retten und Überleben in Deutschland 1933-1945" in Bad Homburg.
Juni
-
Mitarbeiter des Zentrums veröffentlichen im Rahmen eines
Themenheftes der "Informationen zur politischen Bildung" Studien
zur Problematik "Vorurteile - Stereotype - Feindbilder".
5./6. Juli
-
Wissenschaftliche Konferenz zum Thema
"Adoleszenzkonflikte. Opposition, Krisen, Radikalismus zwischen den
Generationen" in Zusammenarbeit mit dem berliner Arbeitskreis für
Beziehungsanalyse.
20.7. - 29.7.
-
Wissenschaftliche Exkursion nach Odessa und Kiew
Wintersemester 2001/2002
-
Konrad Kwiet von der Sydney
University lehrt als Gastprofessor am Zentrum für Antisemitismusforschung
November
-
Beginn einer Vortragsreihe in Kooperation mit der Stiftung
Denkmal für die ermordeten Juden Europas zum Thema "Erinnerungsprojekte.
Zur Rezeption des Holocaust".
2002
Seit 01. Januar
-
Die „Arbeitsstelle Jugendgewalt und Rechtsextremismus“ (AJR) am ZfA wird mit einer wissenschaftlichen Mitarbeiterstelle ausgestattet.
01. Januar 2002 - 31. März 2005
-
Modellprojekt „Information, Fortbildung, Beratung“ an der
„Arbeitsstelle Jugendgewalt und Rechtsextremismus“, durchgeführt von Dr. Michael Kohlstruck. Finanzierung durch die Stiftung Deut-sche Klassenlotterie Berlin (DLKB-Stiftung)
2002 – 2004
-
Forschungsprojekt „Antisemitismus in Deutschland und Italien im Vergleich“, geleitet von Prof. Bergmann und bearbeitet von Dr. Ulrich Wyrwa, gefördert von der Gerda-Henkel-Stiftung
10.—12. April
-
Tagung „Geschichtsmythen der Rechtsextremen: Legenden über den Nationalsozialismus“ in Kooperation mit der Landeszentrale für Poli-tische Bildung Thüringen, veranstaltet in Jena
14. — 16. Juni
-
Tagung „Retter und Gerettete — Juden im Untergrund und auf der Flucht während der nationalsozialistischen Verfolgung“ in Kooperati-on mit der Volkshochschule Osnabrück (gefördert von der Landes-zentrale für politische Bildung Niedersachsen) in Osnabrück
21.—23. Juni
-
Tagung „Zwang, Selbstbehauptung, Widerstand — Religion unter den Bedingungen totalitärer Systeme im 20. Jahrhundert“ in der Evangeli-schen Akademie Görlitz
27.- 29. Juni
-
Wissenschaftliche Tagung „Die Kindertransporte 1938/39 nach Groß-britannien Rettung und Integration“ in Kooperation mit dem Centre for German-Jewish Studies, University of Sussex, Brighton
01. Juli
-
Beginn des von der Fritz-Thyssen-Stiftung geförderten Projekts "Der Mord an den europäischen Juden und die deutsche Gesellschaft. Wissen und Haltung der Bevölkerung 1941 bis 1945". Die Durchführung des Projekts liegt in den Händen von Dr. Bernward Dörner.
Juli 2002 – Juli 2005
-
Forschungsprojekt „Angstzonen in den neuen Bundesländern“ im Rahmen des von Prof. Wilhelm Heitmeyer geleiteten interdisziplinären Forschungsverbundes „Stärkung von Integrationspotenzialen einer modernen Gesellschaft“, Projektleiter Prof. Bergmann, bearbeitet von Uta Döhring, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
16. Juli
-
Peter Widmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum, erhielt den Straubinger Hochschulpreis entgegengenommen. Im Rahmeneiner Feierstunde im niederbayerischen Straubing erhielt er den Preis für seine Dissertation „An den Rändern der Städte. Sinti und Jenische in der deutschen Kommunalpolitik“.
23.-25. August
-
Wissenschaftliche Exkursion nach Theresienstadt, Litomerice, Prag und Lezaky
24. - 25. Oktober
- Wissenschaftliche Konferenz „Antisemitismusforschung in den Wissenschaften“ anlässlich des 20jährigen Institutsjubiläums
2003
24.—25. März
-
Konferenz „Der organisierte Terror. Zur Geschichte nationalsozialistischer Konzentrationslager in der Gedenkstätte KZ Osthofen“
25.—27. April
-
Tagung „Wann ziehen wir endlich den Schlußstrich? Umgang mit schwieriger Geschichte in Deutschland, Polen, Tschechien“ in der Evangelischen Akademie Görlitz
8. Mai
-
Veranstaltungen zum 70. Jahrestag der Bücherverbrennung
29. Mai-1. Juni
-
Wissenschaftliche Exkursion Theresienstadt, Litomerice, Prag und Lezáky
8./9. Oktober
-
Wissenschaftliche Konferenz „Ungarn und der Holocaust“
24./25. Oktober
-
Wissenschaftliche Konferenz „Stolz, deutsch zu sein?“ in Kooperation mit dem Berliner Arbeitskreis für Beziehungsanalyse
2004
29./30. April
-
Wissenschaftliche Konferenz „Protest in der Rosenstraße 1943. Zeitzeugen und Historiker zwischen Akten und Erinnerung“ veranstaltet mit dem Jüdischen Museum in Kooperation mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
7.-9. Mai
-
Tagung „NATIONALSTOLZ. Notwendiger Patriotismus — Verbotene Vaterlandsliebe — Gerechtigkeit für Deutschland?“ veranstaltet mit der Evangelischen Akademie Görlitz in Görlitz
Januar – Juni
-
Der Budapester Professor András Kovács führt als Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung ein vergleichendes
Forschungsprojekt zu Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in Deutschland und Ungarn am Zentrum für Antisemitismusforschung
durch.
26. August – 2.September
-
Studienreise nach Weißrussland
2005
seit Januar
-
Beginn des Projektes „Fit machen für Demokratie und Toleranz – Jugendliche setzen sich mit dem Antisemitismus auseinander“ des Zentrums für Antisemitismusforschung, des Berliner Landesinstituts für Schule und Medien (LISUM) und des Berliner Büros des American Jewish Committee
-
Gefördert von Fritz Thyssen Stiftung beginnt das Forschungsprojekt „Judenverfolgung in Weißrussland: Die Geschichte des Ghettos Minsk und des Vernichtungslagers von Maly Trostenez“ von Petra Rentrop
Januar- Mai
-
Forschungsprojekt „Antisemitismus unter dem SED Regime. Verschwiegene Zerstörungen - Die Schändungen jüdischer Friedhöfe in der DDR“ gefördert durch die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur bearbeitet von Dr. Brigitte Mihok
01. April 2005-30. April 2008
-
Fortführung des Modellprojekts "Information, Fortbildung, Beratung" an der "Arbeitsstelle Jugendgewalt und Rechtsextremismus", durchgeführt von Dr. Michael Kohlstruck. Finanzierung durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin (DLKB-Stiftung)
14./15. Januar
-
Konferenz „Verbergen, überschreiben, zerreißen: Die Schicksale der Bücher“ veranstaltet zusammen mit Cornelia Ortlieb, Institut für Literaturwissenschaft, TU Berlin und Literaturhaus Berlin
30./31. März
-
Wissenschaftliche Konferenz „Provokation und Ideologie. Die NPD und die deutsche Gesellschaft nach den Wahlen in Sachsen“
7./8. April
-
Wissenschaftliche Konferenz “Verweigertes Asyl: Die Abwehr von Flüchtlingen Aktualität und Geschichte eines humanitären Problems“
Juni 2005 – Mai 2006
-
Weiterführung des Forschungsprojekt „Antisemitismus unter dem SED Regime. Verschwiegene Zerstörungen - Die Schändungen jüdischer Friedhöfe in der DDR“ gefördert durch die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur durch Monika Schmidt
15.-22. Juli
-
Wissenschaftliche Exkursion nach Polen
01.-02. Dezember
-
Wissenschaftliche Konferenz zum „Antisemitismus und radikaler Islamismus“
2006
-
Durchführung eines bilateralen deutsch-israelischen Projekts “SPURENLESEN ? BEIKVOT HAZIKARON” Erinnerungskulturen und nationale Identität. Auf den Spuren von Überlebenden. Gemeinsam veranstaltet mit The International School for Holocaust Studies – Yad Vashem, Jerusalem (ISHS)
ab Mai
-
Beginn des Forschungskollegs „Antisemitismus in Europa (1879-1914)“ gefördert durch die Volkswagen-Stiftung.
26.-28. Mai
-
Wissenschaftliche Konferenz „Die Vergangenheit in der Gegenwart“ in Kooperation mit dem Bundesverband Psychoanalytische Paar- und Familientherapie Berliner Arbeitskreis für Beziehungsanalyse e.V.
seit 1. September
-
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat innerhalb ihres Förderschwerpunkts „Integration
und Desintegration der Kulturen im europäischen Mittelalter“ das Projekt „Barrieren – Passagen.
Religionsgesetz und rechtliche Instrumentarien zur Gestaltung des Minderheiten-
Mehrheiten-Verhältnisses von Juden und Nichtjuden im hochmittelalterlichen Europa“ für
zwei Jahre bewilligt.Bearbeitet wird das Projekt von Frederek Musall.
-
Ebenfalls von der Deutschen Forschungsgemeinschaft wird das Projekt „KZ Sachsenhausen
1936-1945 – Zentrallager des KZ-Systems“ gefördert. Bearbeiter ist Dr. Hermann Kaienburg.
1.September 2006- 29. Februar 2007
-
Im Auftrag von UNICEF Deutschland erstellt das Zentrum für Antisemitismusforschung einen
„Bericht zur Lage der Kinder aus Roma Familien in Deutschland“. Im Mittelpunkt steht
die Bildungs-, Wohnungs- und Gesundheitssituation von Kindern aus Roma Familien, die seit
1990 nach Deutschland gekommen sind.
Das Vorhaben wird von Dr. Brigitte Mihok durchgeführt.
4. – 6. September
-
Sommeruniversität gegen Antisemitismus
Erste Sommeruniversität des Zentrums für Antisemitismusforschung.
Themen u.a.:Definition und Formen, Verbreitung und Motive von Judenfeindschaft, Religion und Judenfeindschaft. Historische und gegenwärtige Aspekte, Israelkritik und Antisemitismus, Aktueller Antisemitismus im europäischen Vergleich, nach dem Holocaust: Schuldabwehr-Antisemitismus in Deutschland zum Programm
15. September
-
Rollenspiele:
Zeitgeschichte auf der öffentlichen Bühne
Symposion zum 65. Geburtstag von Wolfgang Benz
Herbst
-
Beginn des Projektes "Handbuch der Antisemitismusforschung". Das Handbuch wird Artikel zu allen wichtigen Ländern,
zu Sachkomplexen und Begriffen, zu Ereignissen, Organisationen und Publikationen
enthalten, außerdem ca. 500 biographische Artikel. Das Werk wird voraussichtlich 2008 im
K.G. Saur Verlag München erscheinen.
3. November
-
Tagung „Antisemitische Geschichtsbilder“
9. Dezember
-
„Das Schicksal der ADGB-Bundesschule im Dritten Reich“ Eine Veranstaltung des Zentrums für Antisemitismusforschung, der Handwerkskammer
Berlin und des Vereins baudenkmal bundesschule bernau.
-
Prof. Dr. Wolfgang Benz wurde für das akademische Jahr 2006/2007 zum „Visiting Professor
in the Humanities Research Institute“ der University of Ulster/Großbritannien ernannt.
2007
Februar
-
Dr. Ingo Haar ist vom FWF, der Forschungsgemeinschaft der Republik Österreich, für die Dauer von einem Jahr als Projektleiter im Lise-Meitner-Programm aufgenommen
worden, der höchsten Förderauszeichnung Österreichs für ausländische Forscher. Herr Haar
wird dort das Projekt "Jüdische Migration und Integration in Wien und Berlin (1867/71-
1918)" leiten. Es ist am am Lehrstuhl Prof. Dr. Josef Ehmer des Instituts für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
der Universität Wien angegliedert.
Sommersemester
- Professor Dr. Wolfgang Benz wird im Sommersemester 2007 die Gastprofessur zur
Vorurteilsforschung des Sir Peter Ustinov Instituts der Stadt Wien wahrnehmen.
Nähere Informationen finden Sie hier.