Dr. Isabel Enzenbach
geb. 1963
ev. Theologin und Historikerin
nach dem Studium der evangelischen Theologie in München und Berlin Religionslehrerin
seit 2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung
2001-2004 Promotionsstipendiatin der Heinrich Böll Stiftung
2002-2003 Visiting Educator am Ontario Institute for Studies in Education/University of Toronto
Forschungs- und Praxisschwerpunkte:
- Rettung von Juden im nationalsozialistischen Deutschland (wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZfA)
- Jüdische Geschichte und Gegenwart, Nationalsozialismus und Judenfeindschaft in den Klassenstufen 3 bis 6 (Promotion)
- Unterricht und Unterrichtsmaterialien zu Antisemitismus in Europa (im Auftrag des OSZE Büros für Demokratische Institutionen und Menschenrechte)
- Berliner Unterrichtspraxis zum Antisemitismus an nicht-gymnasialen Oberschulen (gefördert vom Beauftragten des Berliner Senats für Integration und Migration)
- Zeugen der Shoah. Das Visual History Archive in der schulischen Bildung (Center für Digitale Systeme an der Freien Universität Berlin)
Aktuell
- Editionsprojekt: Antisemitische Vignetten - Alltagspropaganda um 1880 bis 1945. Briefsiegel-, Reklame- und Sammelmarken, Aufkleber und Handzettel aus der Sammlung Wolfgang Haney.
- Jüdische Geschichte und Gegenwart als Themen der Primar- und Orientierungsstufe (gemeinsam mit dem Lehrstuhl Grundschulpädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin, gefördert vom Leo Baeck Programm Jüdisches Leben in Deutschland - Schule und Fortbildung).
Veröffentlichungen (u.a.):
- Alltagskultur des Antisemitismus im Kleinformat. Vignetten der Sammlung Wolfgang Haney ab 1880, Berlin 2012, hrsg. zus.mit W. Haney.
- Klischees im frühen historischen Lernen. Jüdische Geschichte und Gegenwart, Nationalsozialismus und Judenfeindschaft im Grundschulunterricht, Berlin 2011.
- Antisemitismus in Europa. Vorurteile in Geschichte und Gegenwart. Arbeitsmaterialien, Bonn 2008, hrsg. zus. mit Juliane Wetzel und Gottfried Kößler.
- Ich sehe was, was du nicht siehst! Divergierende Wahrnehmungen sichtbarer und unsichtbarer Judenfiguren in populären Medien, in: Klaus Farin/Ralf Palandt (Hg.), Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in Comics, Berlin 2011, S. 162-169.
- Zauberhafte Judenfeindschaft: Antisemitische Bildpolemiken im bibliophilen Kinderbuch, in: Interjuli. Internationale Kinder- und Jugendliteraturforschung (1/2009), S. 22-35.
- Die Vermieterin, in: Wolfgang Benz (Hg.), Überleben im Dritten Reich, München 2003, S. 185-198.
- Zur Problematik des Begriffes "Retter", in: Beate Kosmala, Claudia Schoppmann (Hg.), Solidarität und Hilfe für Juden während der NS-Zeit, Berlin 2002, S. 241-256.
Kontakt:
enzenbach[at]mail.tu-berlin.deTel: (030) 314-79871
