Maria Margaroni

geb. 1969 in Volos/Griechenland
1987-1991: Studium der Griechischen Philologie an der Aristoteles-Universität in Thessaloniki, der Freien Universität Berlin und der Universität Hamburg.
1992-1995: Ausbildung zur Krankenpflegerin in Hamburg.
1996-2000: Studium der Germanistik an der Nationalen und Kapodistrischen Universität Athen und an der Universität Caen/Frankreich.
2000-2005: Studium der Geschichte, Archäologie und Sozialanthropologie an der Universität Thessalien (Volos/Griechenland). Mehrere Auszeichnungen und Stipendien der Nationalen Stipendienstiftung Griechenlands.
2004-2006: Aufbaustudium (Master) in Sozialanthropologie und Neuere Geschichte an der Universität Thessalien.
Seit 2006: Promotionsstudium an der Technischen Universität Berlin.
Mitglied im Forschungskolleg „Antisemitismus in Europa (1879-1914). Nationale Kontexte, Kulturtransfer und europäischer Vergleich.
Promotionsprojekt:
“Antisemitismus in Griechenland, 1879-1914” (Arbeitstitel)
Das Dissertationsprojekt zeigt zunächst, in welcher Weise Antisemitismus vor dem Ersten Weltkrieg auch bei den Repräsentanten des „offiziellen Griechenland“ vorkam, z. B. in der Politik Eleftherios Venizelos, in der intellektuellen Diskussion und in den Inhalten der orthodoxen Liturgie.Allerdings war das wesentliche Merkmal des griechischen Antisemitismus die weite Verbreitung in der Volkskultur. Traditionell handelte es sich hierbei vor allem um dauerhafte religiöse und wirtschaftliche Motive, durch welche die Rezeption der Juden als „der Anderen“ bestimmt wurde; ein „Anderer“, der häufig und je nach Umständen neubewertet und neubestimmt werden konnte. Mit der Bildung des Nationalstaates und der Entstehung neuer sozialer Gruppen im Zuge der Industrialisierung veränderten sich die Motive der Ausgrenzung von Juden und sie geschah bewusster.
Die Reaktionen der griechischen Juden auf diese weit verbreiteten antisemitischen Haltungen der Bevölkerung waren vielfältig. Außerhalb der Stadt Thessaloniki, wo Juden die Bevölkerungsmehrheit stellten, waren die Assimilierungstendenzen stark, andere verpflichteten sich dem Zionismus, schufen zum Selbstschutz ihren eigenen Gegendiskurs oder berufen sich auf den Schutz der Alliance Israélite Universelle.
Veröffentlichungen:
- ΓλώσσακαιΕγκλεισμός: στάσεις, αναπαραστάσεις και συμβολικές μορφές γλωσσικής λειτουργίας , 2008. [Sprache und Gefängnis: Haltungen, Vorstellungen und symbolische Formen sprachlicher Funktion]
- Από την Αλβανία στην Ελλάδα : μεταναστευτικές και εκπαιδευτικές διαδρομές , 2008 [Von Albanien nach Griechenland: Migrations- und Bildungswege]
Kontakt:
Maria Margaronimary.margaroni[at]hotmail.com
