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„Der Mord an den europäischen Juden und die deutsche Gesellschaft: Wissen und Haltung der Bevölkerung 1941-1945“

Arbeitsschwerpunkte:

Im Rahmen unseres Projektes zum Thema „Der Mord an den Europäischen Juden und die deutsche Gesellschaft: Wissen und Haltung der Bevölkerung 1941 bis 1945“ werden umfangreiche Recherchen in in- und ausländischen Archiven zu dieser Thematik durchgeführt. Das Projekt wird von Prof. Wolfgang Benz geleitet, die Durchführung liegt in den Händen von Dr. Bernward Dörner. Das Projekt wurde bis Juni 2004 von der Fritz-Thyssen-Stiftung getragen, seitdem wird es durch Zuwendungen mehrerer Förderer (u.a. der Stiftung Erinnerung und der Hans-Böckler-Stiftung) finanziert.

Die historisch, politisch, psychologisch und ethisch brisante Frage nach der Wahrnehmung des Genozids durch die deutsche Bevölkerung ist immer noch unzureichend erforscht. Die Recherche ist bewußt auf zeitgenössische Dokumente konzentriert. Quellen, die nach 1945 entstanden sind, werden – wie auch rückblickende Aussagen von Zeitzeugen – erst in zweiter Linie berücksichtigt. Im Zentrum der vorwiegend qualitativ ausgerichteten Untersuchungen stehen Ermittlungsakten von Gestapo und Justiz. Darüber hinaus werden Quellen sehr unterschiedlicher Provenienz hinzugezogen (Lageberichte, Verordnungen, Zeitschriftenbeiträge, alliierte Rundfunksendungen sowie Flugblätter, Briefe, Tagebücher etc.), die Hinweise auf Wissen, Akzeptanz und Reaktionsmuster der Deutschen während des Genozids gewähren.

Kontakt:

Dr. Bernward Dörner
Zentrum für Antisemitismusforschung
Sekr. TEL 9-1
Ernst-Reuter-Platz 7
10587 Berlin
bernward.doerner[at]arcor.de